{"id":4878,"date":"2019-10-22T09:31:28","date_gmt":"2019-10-22T07:31:28","guid":{"rendered":"http:\/\/www.freiefarbe.de\/?page_id=4878"},"modified":"2019-10-22T09:31:28","modified_gmt":"2019-10-22T07:31:28","slug":"bendin","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/thema-farbe\/colour-people\/bendin\/","title":{"rendered":"Eckhard Bendin, Colour Theory Dresden"},"content":{"rendered":"[:de]\n<h2 id=\"colour-people-interview\">Colour People Interview<\/h2>\n<h1 id=\"durch-und-durch-auf-goethes-seite\">\u201c&#8230;durch und durch auf Goethes Seite\u201d<\/h1>\n<p id=\"cp-einleitung\">\n<figure style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/freiefarbe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/bendin_01.jpg\" alt=\"\" width=\"500px\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Eckhard Bendin<\/figcaption><\/figure>\n<p>Eckhard Bendin arbeitete nach seinem Architekturstudium in Weimar zun\u00e4chst als Architekt und K\u00fcnstler, leitete dann ein B\u00fcro f\u00fcr Architekturbezogene Kunst in Erfurt. 1983 erhielt er einen Lehrauftrag an der Fakult\u00e4t Architektur der TU Dresden und wirkte am dortigen Institut f\u00fcr Grundlagen der Gestaltung und Darstellung als Privatdozent  f\u00fcr Gestaltungslehre bis zu seiner Emeritierung 2006. <\/p>\n<p>In dieser Funktion hat er DDR-Zeiten, Wendezeiten und Nachwendezeiten miterlebt und mitgestaltet, und er tat dies auf eine ungew\u00f6hnlich freiheitliche Weise.<\/p>\n<p>Man k\u00f6nnte Bendin als einen heutigen Verfechter der Goetheschen Farbenlehre (er bevorzugt den Begriff &#8222;Farbenkunde&#8220;) bezeichnen. Ebenso wie dieser fordert er eine enge Verkn\u00fcpfung von Kunst und Wissenschaft und eine interdisziplin\u00e4re Ausrichtung der Farbenlehre, mit den heutigen Erkenntnissen und M\u00f6glichkeiten. Hierin liegt auch der Ber\u00fchrungspunkt mit der Idee freier Farbe. <\/p>\n<p>Bendin empf\u00e4ngt den Interviewer in der von ihm aufgebauten Lehr-u. Forschungssammlung Farbenlehre an der TU Dresden. Es ist ein angemessener Ort, bietet er doch in Schrittweite die Literatur, aus der Bendin weite Teile zitieren kann. Trotz des schon lange mit einer 7 beginnenden Alters ist er ein Gespr\u00e4chspartner mit blitzschnellen Assoziationen, der die Namen und Theorien der Farbenlehre zitiert wie kein Zweiter. <\/p>\n<h2 id=\"cp-interview\"><span id=\"fragen-an-eckhard-bendin\">Fragen an Eckhard Bendin<\/span><\/h2>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Haben Sie eine Lieblingsfarbe, Herr Bendin, und wenn ja warum?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist das Violettblau des Usambaraveilchens. Diese Farbe hat so eine samtene Qualit\u00e4t. Ultramarin ist dagegen noch zu neutral, es muss deutlich r\u00f6tlicher werden, damit es so unter die Haut geht. Es hat etwas Saugendes, Sehnsuchtsvolles. So stelle ich mir die Farbe der Romantik vor.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Wo sehen Sie Ihre Schnittstelle mit freierFarbe?<\/strong><\/p>\n<p>Es sind z.B. die Untersuchungen an historischen Farbtonkreisen, auf die ich Zugriff hatte. Dies waren sowohl lackierte Originalaufstriche von Entw\u00fcrfen als auch gedruckte Kreise in Vollfarbenqualit\u00e4t. Nach Ostwalds Definition sollten die K\u00f6rperfarben maximaler S\u00e4ttigung in einer zyklischen Ordnung realisiert sein. Es hat sich durch Diskurse mit Kollegen sowie aus Schriften, z.B. zur Gestaltpsychologie oder der Kombinatorik und Harmonik, herausgestellt, dass die Farbkreise zeigen, welche Rolle die Pr\u00e4gnanzfrage hat, ebenso die harmonikale Stellung der Farbt\u00f6ne im Kreis. <\/p>\n<p>Insofern hat mich gefreut, dass in Ihrer Software die Frage der Harmonie angesprochen wird. Das Problem der Farbenharmonie spielt ja in der Gestaltung eine gro\u00dfe Rolle. Ich mag aber den Harmoniebegriff bei Farben nicht. Er kennzeichnet die ausgezeichnete Situation, dass alles stimmig ist. Jeder der sich mit Musik besch\u00e4ftigt, wei\u00df dass die Dissonanz genauso wichtig ist wie die Konsonanz, es kommt auf die Struktur des Ganzen an. Mich interessiert das strukturelle Gef\u00fcge der Mannigfaltigkeit.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Wie sind Sie zur Farbe gekommen?<\/strong><\/p>\n<p>Ich wollte eigentlich Musik studieren, wo die Harmonik ein essenzieller Ausbildungsinhalt ist. Vielleicht h\u00e4tte ich auch Komponist oder Arrangeur werden k\u00f6nnen, wo es auch um das Ganze geht. Ich bin aber in die Architektur gegangen. Vielleicht war es eine Ersatzleistung, dass mich auch hier die Harmoniefrage stark interessiert hat. Ich bin w\u00e4hrend des Studiums schon abgedriftet in den k\u00fcnstlerisch-\u00e4sthetischen Bereich und habe sp\u00e4ter Gestaltungslehre unterrichtet. Ich war mir bewusst, dass der sinnliche Bereich unterrepr\u00e4sentiert ist an fast jeder Universit\u00e4t, mal abgesehen von einigen Kunst- oder Gestaltungsschulen, aber auch da wird es oft missverstanden, dass die Frage der Gestalt nicht als eigene Qualit\u00e4t angesehen wird.<\/p>\n<p>In den Bauhausfilmen, die k\u00fcrzlich im Fernsehen liefen, sieht man, wie der Funktionalismusbegriff und der technische Fortschritt alles \u00fcberlagert haben. Man hat das Sinnliche gar nicht mehr als Funktion angesehen. Auch in meiner Ausbildung wurde zumeist getrennt zwischen Inhalt und Form. Mir war aber klar, dass die Form nicht zu trennen ist vom Inhalt, ebenso wie Geist und K\u00f6rper auf vielerlei Weise und auf vielerlei Ebenen untrennbar verkn\u00fcpft sind. Daher habe ich immer gesp\u00fcrt, dass es wichtig ist, gestalterischen Anliegen Best\u00e4tigung zu holen aus anderen Disziplinen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_4658\" aria-describedby=\"caption-attachment-4658\" style=\"width: 400px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"size-full wp-image-4658\" src=\"https:\/\/freiefarbe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/bendin_03.jpg\" alt=\"\" width=\"400\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4658\" class=\"wp-caption-text\">Bendins Box &#8222;Zur Farbenlehre&#8220; vereint die wichtigsten Erkenntnisse der Farbenlehre in Wort und Tat (Versuchsmaterialien)<\/figcaption><\/figure>\n<p>Beispielsweise aus der Wahrnehmungspsychologie: es gab z.B. eine Analogieforschung in den 20er 30er Jahren, wo man die Korrelation verschiedener Sinnesleistungen erforschte. Die meisten von uns sind assoziativ begabt, nur wenige als Syn\u00e4sthetiker. Es gibt aber auch phylogenetisch erworbene, triebhafte Dispositionen, die unsere Wahrnehmung von Farben, Formen, Ger\u00fcchen usw. zusammenf\u00fchren. In der Syn\u00e4sthesieforschung spricht man von \u201aintersensoriellen Dimensionen\u2018 der Wahrnehmung wie z.B. Helligkeit, Intensit\u00e4t und Dichte. Es ist bis heute ein Geheimnis, wie es wirklich funktioniert. Man hat an Primaten z.B. erforscht, wie eng das Form- und Farbsehen miteinander gekoppelt ist, und dass vermutlich nicht nur verschiedene Dinge in verschiedenen Hirnarealen stattfinden.<\/p>\n<p>Aus der Notwendigkeit transdisziplin\u00e4rer Anschauung hat sich auch die Gr\u00fcndung des Dresdner Farbenforums ergeben. Hier er\u00f6ffneten sich M\u00f6glichkeiten, mit Fachleuten ganz unterschiedlicher Bereiche zu kommunizieren. Auch die Sammlung Farbenlehre ist eine organisch gewachsene Folge der Bem\u00fchungen, \u00fcberkommenes Wissen und Erfahrungen universit\u00e4r zu verkn\u00fcpfen und fruchtbar zu machen.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Wie war die DDR-Zeit der Farbenlehre?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin 1983 hierhergekommen. Bei den gro\u00dfen Dresdner Tagungen in den 60er und 70er Jahren waren Ost und West und Europa noch beieinander, aber es fehlte bereits der regelm\u00e4\u00dfige Austausch mit Kollegen. Viele Bem\u00fchungen verliefen isoliert und parallel, z.B. zu Standardisierungen in Ost und West. W\u00e4hrend der geb\u00fcrtige Dresdner Manfred Richter an der BAM in Westberlin die Farbenkarte DIN 6164 erarbeitete, entwickelte der einstige Ostwald-Gehilfe Manfred Adam in Gro\u00dfbothen\/b. Leipzig im Zusammenwirken mit Gerhard Zeugner die Farbenkarte TGL 21 579, zudem entsprechende Anschauungsmittel f\u00fcr den schulischen Unterricht. Auch in den 80er Jahren gab es hier Bem\u00fchungen, eine farbmetrisch begr\u00fcndete Neuausgabe der legend\u00e4ren Baumann-Prase-Farbtonkarte herauszugeben. Der wirtschaftliche Umbruch nach der politischen Wende vereitelte dies jedoch. <\/p>\n<p>Eines der Alleinstellungsmerkmale der Dresdner Sammlung Farbenlehre ist, dass sie die verschiedenen farbwissenschaftlichen Leistungen vor, w\u00e4hrend und nach der Trennung in Ost und West in sich vereint. Sie verdeutlicht, wie wichtig und notwendig vereinte Bem\u00fchungen w\u00e4ren. Auch zu Schweizer Kollegen ergaben sich nach der Wende erweiterte Kontakte, z.B. hinsichtlich historischer Schnittstellen im Zusammenwirken von Wissenschaftlern und K\u00fcnstlern, wie Wilhelm Ostwald, Aemilius M\u00fcller, Hans Hinterreiter oder Jakob Weder.    <\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Was halten Sie von freier Farbe?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist f\u00fcr mich, der ich mich viel mit der Geschichte der Farbenlehre besch\u00e4ftigt habe, erfreulich zu sehen, dass \u00fcber die Begrenzungen hinaus gedacht wird, dass man auch den Anwender im Blick hat, der mit der Komplexit\u00e4t der parallelen Entwicklungen klar kommen muss. Die Vielfalt der sukzessiven Bem\u00fchungen zwingt dazu, dass man die Dinge auch generalisierend ansieht. Betreffs CIELAB bin ich zu dem Schluss gekommen, dass man sich f\u00fcr wissenschaftliche Vergleiche auf eine neutrale Grundlage begeben muss, um verst\u00e4ndlich zu werden.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Wir haben eine klares Anliegen: der Mensch sollte frei sein, die Gedanken sollten frei sein, Farbe sollte frei sein &#8211; warum  machen wir uns den Stress von Nutzungsrechten und dem Entzug gewisser Farbt\u00f6ne aus gewissen Wirtschaftsbereichen? Die zweite Seite ist: es gibt bessere M\u00f6glichkeiten als die kommerziellen Systeme, sie sind in jedem Computer enthalten. Wir sind interdisziplin\u00e4r, wir arbeiten nicht nur innerhalb der Druckbereiche.<\/strong><\/p>\n<p>Heute kann ich nur ahnen, wie grundlegend Ihre Arbeit eigentlich ist. Es gibt ja den Unterschied zwischen der Bildschirmwahrnehmung und der allt\u00e4glichen Wahrnehmung. Ich bin davon ausgegangen, dass das Auge sich in seinen Adaptationsvorg\u00e4ngen sehr fein auf die jeweiligen Umst\u00e4nde einrichtet. Bei meinen Untersuchungen bin ich wie Ostwald von K\u00f6rperfarben und matten Farbton-Kollektionen ausgegangen. Nat\u00fcrlich ist es herausfordernd und phantastisch, was man heute am Computer machen kann. Als ein noch aus der analogen Welt stammender Zeitgenosse m\u00fcsste ich aber sicher Nachhilfe bei Ihnen nehmen\u2026<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Es ist kein Hexenwerk, Farbe f\u00fcr unterschiedliche Ausgabesituationen korrekt zu berechnen, die Algorithmen sind ja  in jedem Computer ab Werk vorhanden.<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin sehr froh, dass es so eine Bem\u00fchung gibt, h\u00e4tte es sie bereits vor 20 Jahren gegeben, dann w\u00e4re mir damals wohl manche M\u00fche erspart geblieben. Mit meinem Farbmessger\u00e4t habe ich um die Jahrtausendwende die Struktur von 62 Farbtonkreisen untersucht. Dazu geh\u00f6rten verschiedene Gliederungsans\u00e4tze, z.B. Pr\u00e4gnanzuntersuchungen und Untersuchungen zur Kreisgesetzlichkeit sowie zur \u201aComplikation\u2018 nach Viktor Goldschmidt. Sie zielten auf eine isogonale Farbtonstufung &#8211; so \u00e4hnlich wie Sie das in Ihrer Software anbieten. Die auswertenden Berechnungen konnte ich damals leider nicht vollenden und m\u00fcssten weiter gef\u00fchrt werden mit den heutigen technischen M\u00f6glichkeiten.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Was halten Sie von Goethes Farbtheorie?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin durch und durch auf Goethes Seite. In den letzten Jahren ist es zunehmend dazu gekommen, dass man auf Goethe einen anderen Blick hat. Goethe hat Licht und Farbe ph\u00e4nomenologisch aufgefasst. Die Newtonsche Reduktion war ihm suspekt, seine Farbenlehre war auch als grundlegende Wissenschaftskritik angelegt. Goethe hat f\u00fcr wissenschaftliches Arbeiten z.B. auch die Sinnlichkeit und Phantasie einbezogen. Es ist ein altes Vorurteil, dass Exaktheit, Sinnlichkeit und Phantasie unvereinbare Gr\u00f6\u00dfen seien. Dies ist ein Credo, das ich mit Goethes Farbenlehre verbinde.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>W\u00fcrden Sie sagen, Sie sind Goethe noch mehr verbunden als allen anderen, z.B. Ostwald?<\/strong><\/p>\n<p>Ich finde Ostwald gro\u00dfartig in Bezug auf seine Praxisorientiertheit und seine Effektivit\u00e4t des Arbeitens. Er hat auch druckreif geschrieben. Von der Grundhaltung her war auch Ostwald jemand, der wie Goethe historische Vorleistungen kritisch befragte, aber auch Prophetisches anerkannte und als solcher nicht nur ein Goethe-Fan, sondern er sch\u00e4tzte durchaus auch die etwas abweichende Auffassung Schopenhauers. Zudem pflegte er seinerzeit u.a. mit Munsell, Fechner und Wundt fachlichen Austausch. Ihm war nur nicht verg\u00f6nnt, seine \u201aPsychologische Farbenlehre\u2018 als Kern und Schlussstein seiner Farbenlehre zu ver\u00f6ffentlichen. So verbindet mich vieles auch mit dem etwa 30 Jahre nach Ostwalds Tod ver\u00f6ffentlichten Entwurf einer \u201ePsychophysikalischen Licht-Farben-Funktionsordnung\u201c des Physikers und Weizs\u00e4cker-Sch\u00fclers Eckart Heimendahl, der sich explizit auf Goethe und Schopenhauer als auch neuere Erkenntnisse st\u00fctzt. Auch sch\u00e4tze ich in diesem Zusammenhang die subtilen Vorleistungen zum Kontrastsehen durch Chevreul oder zur Interaktion der Farbe durch Josef Albers. <\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Wie m\u00fcsste man Goethe in die heutige Farbenlehre einbauen?<\/strong><\/p>\n<p>Goethes Farbenlehre beginnt mit der Aufarbeitung des damaligen Wissens in seinen \u201aMaterialien zur Farbenlehre\u2018. Ohne \u00c4hnliches zu tun, kann man auch heute den Anspruch nicht vermitteln, das Thema als Ganzes zu behandeln. Mir geht es bei der Farbenkunde um alle Erkenntnisse, die Farbe betreffen.<\/p>\n<p>Farbe ist im Grunde bis heute ein ungekl\u00e4rtes Ph\u00e4nomen und ein Mysterium. Es gibt nichts Komplexeres als das Licht, es ist bis heute ungekl\u00e4rt. Alle biologischen Prozesse sind abh\u00e4ngig vom Licht der Sonne. Es gibt kaum etwas Umfassenderes, Universelleres. Goethe hat geschafft, die Mannigfaltigkeit der Naturerscheinungen Licht und Farbe miteinander zu verkn\u00fcpfen, er ist un\u00fcbertroffen darin, dies zu beschreiben. Auch die Interaktion von Farbe beschreibt er bereits, ebenso die Polarit\u00e4t als Ausdruck der Totalit\u00e4t. So spricht er von Gegenfarben, kaum von Komplement\u00e4rfarben. Ich meine, dass man viel mehr in die Farben- und Gestaltungslehre einflie\u00dfen lassen sollte. Die Wahrnehmungslehre beispielsweise, die Interaktion, die oft nur unter Laborbedingungen untersucht wird, wird vernachl\u00e4ssigt und sollte mehr in den Fokus ger\u00fcckt werden. <\/p>\n<figure id=\"attachment_4658\" aria-describedby=\"caption-attachment-4658\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"size-full wp-image-4658\" src=\"https:\/\/freiefarbe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/bendin_02.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4658\" class=\"wp-caption-text\">Bendins Farbrelief &#8222;Scheintrilogie I&#8220; (2007) stimmt den Besucher im Eingangsbereich der Sammlung Farbenlehre ein.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Mein Ziel ist, einen gestimmten oder mehrere stimmige Farbtonkreise zu erzeugen, die f\u00fcr verschiedene didaktische und gestalterische Zwecke eingesetzt werden k\u00f6nnten. In der Musik w\u00fcrde man vom \u201cwohltemperierten Klavier\u201d sprechen. Meine Untersuchung beschr\u00e4nkt sich auf den Vollfarbenkreis. Sinn der \u00dcbung ist, Anschauungsmaterial zu schaffen, das deutlich macht, wie die Farben strukturell und harmonikal zu einander in Beziehung stehen. Ein Zw\u00f6lftonkreis w\u00fcrde z.B. gen\u00fcgen. Es sollte nicht zu viele Farbt\u00f6ne geben, weil man sonst ins Schwimmen ger\u00e4t. Deshalb hatte sich auch Goethe auf 6 Grundfarben beschr\u00e4nkt.<\/p>\n<p>Ich glaube, dass Goethe und Newton sich h\u00e4tten verst\u00e4ndigen k\u00f6nnen, wenn sie in einer Zeit gelebt h\u00e4tten. Es sind einfach zwei unterschiedliche Ans\u00e4tze, der lebensweltliche bei Goethe und der exaktwissenschaftlich-physikalische bei Newton. Die Zusammenf\u00fchrung beider meinte Goethe mit dem Begriff der &#8222;exakten Phantasie&#8220;. Sein gro\u00dfes Verdienst bleibt es, auf eine derartige Anschauung der Ph\u00e4nomene verwiesen zu haben. Goethe erscheint mir auch deshalb vorbildhaft, weil er das ganze Leben als \u201aSprache der Natur\u2018 in seine Farbenlehre hineingeholt hat.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Haben Sie ein Anliegen, das Ihnen wichtig ist?<\/strong><\/p>\n<p>Ich bin froh, wenn es weiter geht auf dem Weg, den Goethe gewiesen hat. Wir sind heute viel weiter als ich es hoffen konnte. Ich freue mich \u00fcber Kinder in ihrer naiven, unmittelbaren Art, die Welt anzuschauen und zu entdecken. Begabungen sollten gef\u00f6rdert werden, aber man sollte nicht zu viel hinein gie\u00dfen. Das Entscheidende f\u00fcr den Beruf ist es, die Sensibilit\u00e4t zu steigern und das \u201aMachen\u2018 zu f\u00f6rdern. Ich bin sehr optimistisch bei den jungen Leuten, w\u00fcnsche mir aber bei Allem auch etwas mehr Kontemplation zur Erholung unserer Sinne. Ein Spaziergang bietet oft mehr als ein Vorlesungsmarathon.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>In welche Richtung sollte die Farbenlehre forschen?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist vielleicht an der Zeit, den Begriff der &#8222;Farbkunde&#8220; einzuf\u00fchren. Hier k\u00f6nnen sich viele Str\u00f6mungen treffen. Es geht darum, sie zusammenzuf\u00fchren. <\/p>\n<p>Eine wichtige Erkenntnis ist z.B., dass jeder Sehvorgang mit einer bestimmten Beleuchtungssituation verbunden ist, einem \u201aGrund\u2018, aus dem die Farbempfindung erw\u00e4chst. Nichts ist isoliert. Farbmannigfaltigkeit erw\u00e4chst aus einem generativen Zusammenhang zwischen jenem \u201aGrund\u2018 und spezifischen Aufhellungs- bzw. Verdunklungsvorg\u00e4ngen. Das hatte Goethe bereits erkannt, indem er von den \u201aTaten des Lichts\u2018 und der Polarit\u00e4t von Licht und Finsternis spricht. <\/p>\n<figure id=\"attachment_4658\" aria-describedby=\"caption-attachment-4658\" style=\"width: 500px\" class=\"wp-caption alignright\"><img decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"size-full wp-image-4658\" src=\"https:\/\/freiefarbe.de\/wp-content\/uploads\/2019\/10\/bendin_04.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" \/><figcaption id=\"caption-attachment-4658\" class=\"wp-caption-text\">Drehende Kreisel zeigen erstaunliche und unerwartete Farbkombinationen, was viel \u00fcber unsere Wahrnehmung verr\u00e4t.<\/figcaption><\/figure>\n<p>Das Hauptproblem der Wissenschaft heute ist: man isoliert die Geheimnisse zu sehr und sagt, solange ich in dieser isolierten Situation nichts Eindeutiges sehe, sage ich lieber nichts, ehe ich mir Scharlatanerie vorwerfen lassen muss. Damit wird das Problem vom Tisch gewischt. Das meinte Goethe mit der exakten sinnlichen Phantasie. Alles geh\u00f6rt dazu, jede menschliche Eigenschaft, etwas zu begreifen und zu verstehen. Es geht heute verst\u00e4rkt auch darum, z.B. das Analogiebewusstsein zwischen Mikro- und Makrowelt zu sch\u00e4rfen. <\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>Hat das Thema Farbe Sie stark eingenommen?<\/strong><\/p>\n<p>Ja &#8211; nat\u00fcrlich. Sinneswahrnehmungen aller Art in ihrem wechselseitigen Zusammenhang haben mich immer stark interessiert.<\/p>\n<p><strong><\/p>\n<div id=\"q\"><\/div>\n<p>(Es folgt ein Ausflug dar\u00fcber, dass das Yin und Yang innerhalb der koreanischen Flagge in Beziehung steht zum genetischen Code der vier Aminos\u00e4uren, der sich aus ganz \u00e4hnlich einzuordnenden Grundbausteinen kombinatorisch aufbaut, was die Chinesen bereits vor 3000 Jahren erkannten&#8230; So nimmt das Gespr\u00e4ch seinen weiteren interessanten Lauf, dem der Besucher fast immer folgen kann&#8230;)<\/strong><\/p>\n<h3 id=\"vielen-dank-fuer-dieses-interview-herr-bendin\">Vielen Dank f\u00fcr dieses Interview, Herr Bendin.<\/h3>\n<h2 id=\"links\">Links<\/h2>\n<p>Homepage Eckhard Bendin: Beitr\u00e4ge zur Farbe in Wissenschaft, Bildung und Gestaltung<br \/>\n<a href=\"https:\/\/www.bendin-color.de\/\">https:\/\/www.bendin-color.de\/<\/a><\/p>\n<p>Sammlung Farbenlehre der TU Dresden:<br \/>\n<a href=\"https:\/\/tu-dresden.de\/bu\/architektur\/die-fakultaet\/einrichtungen\/sam_farbenlehre\">https:\/\/tu-dresden.de\/bu\/architektur\/die-fakultaet\/einrichtungen\/sam_farbenlehre<\/a><br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.colour.education\/sammlung-farbenlehre\/\">http:\/\/www.colour.education\/sammlung-farbenlehre\/<\/a><\/p>\n<p>Wikipedia<br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sammlung_Farbenlehre\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Sammlung_Farbenlehre<\/a><br \/>\n<a href=\"https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eckhard_Bendin\">https:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Eckhard_Bendin<\/a><\/p>\n<hr \/>\n<p><small>Die Fragen stellte Holger Everding.<\/small><br \/>\n[:en]\n<h2 id=\"color-people-interview\">Color People Interview<\/h2>\n<h1 id=\"dr-andreas-kraushaar-fogra\">Dr. Andreas Kraushaar, FOGRA<\/h1>\n<figure style=\"width: 158px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"\" src=\"http:\/\/www.dtpstudio.de\/emailings\/kraushaar.png\" width=\"158\" height=\"196\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Dr. Andreas Kraushaar<\/figcaption><\/figure>\n<p id=\"cp-einleitung\"><em>Dr. Andreas Kraushaar (39) ist Leiter der Abteilung Druckvorstufentechnik bei der Forschungsgesellschaft Druck e.V. (FOGRA). Die FOGRA ist eine gemeinn\u00fctzige Institution mit Sitz in M\u00fcnchen, die sich vor allem der Standardisierung und Qualit\u00e4t in Druckprozessen widmet. Neben dem &#8222;Prozesstandard Offset&#8220; (PSO) sind die FOGRA-ICC-Profile in Druckereien bekannt. Aktuell ist z.B. &#8222;FOGRA39&#8220;, mit dem Farbe sinnvoll in CMYK f\u00fcr den Offsetdruck auf gestrichenen Papieren gewandelt werden kann.<\/em><\/p>\n<p id=\"cp-einleitung\"><em>Dr. Kraushaar ist nach seinem Medientechnik-Studium an der TU Ilmenau in die FOGRA eingetreten. Dort hat er parallel sein Promotion an der RWTH Aachen abgeschlossen. Zahlreiche praktische und wissenschaftliche Ver\u00f6ffentlichungen stammen von ihm, und er ist ma\u00dfgeblich an der Umsetzung des Prozessstandards Digitaldruck (PSD) beteiligt. Er bekleidet bereits in jungen Jahren eine einflussreiche Position im Bereich Farbe &#8211; und dies mit gr\u00f6\u00dftem Enthusiasmus.<\/em><\/p>\n<p><em>Kraushaar stammt aus dem Eichsfeld und lebt jetzt in M\u00fcnchen.<\/em><\/p>\n<h2 id=\"cp-interview\"><span id=\"fragen-an-andreas-kraushaar\">Fragen an Andreas Kraushaar<\/span><\/h2>\n<p><strong>Herr Kraushaar, welches ist Ihre Lieblingsfarbe und was verbinden Sie damit?<\/strong><\/p>\n<p>Das ist bei mir ziemlich profan. Meine Lieblingsfarbe ist Gr\u00fcn. Ich habe mein erstes Auto Kawasakigr\u00fcn-Metallic lackieren lassen. Heute sch\u00e4me ich mich fast daf\u00fcr, aber es war die Zeit, ich fand es sehr attraktiv und finde es immer noch sehr sch\u00f6n. Wenn ich mir heute zum Beispiel Spielsteine aussuchen darf, w\u00e4hle ich Gr\u00fcn. Dies ist ja auch die Farbe der Hoffnung &#8211; ich war fr\u00fcher Messdiener und habe die gr\u00fcnen Messkleider sehr gern getragen.<\/p>\n<p><strong>Wie gelangten Sie zum Thema Farbe?<\/strong><\/p>\n<p>Ich habe in Ilmenau Medientechnik studiert und kam durch Zufall zur Lichttechnik. Dort habe ich Professor Dietrich Gall und dessen Vorlesungen kennen gelernt. Was mich fasziniert hat, ist, dass er als Farbfehlsichtiger einen ganz besonderen Zugang zu Farbe hatte. Er war zum einen fasziniert von Farbe, wollte aber auch die Urteile der andere verstehen und wissenschaftlich falsifizieren. Er versuchte also unsere Aussagen geschickt zu hinterfragen und uns vor H\u00fcrden zu setzen. Das fand ich sehr spannend und interessant. Professor Gall hat auch das wissenschaftliche und das harmonische Wesen der Farbe sehr sch\u00f6n voneinander getrennt. Professor Gall, der heute im Ruhestand, aber immer noch sehr aktiv ist, ist der Grund daf\u00fcr, dass ich mich heute so intensiv mit Farbe besch\u00e4ftige.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"alignright\" title=\"Das kommende FOGRA Symposium\" src=\"http:\/\/www.dtpstudio.de\/emailings\/fogra-cms.jpg\" width=\"150px\" \/><\/p>\n<p><strong>Was ist heute Ihre Aufgabe betreffs Farbe?<\/strong><\/p>\n<p>Im Bereich der Forschungsarbeit der Druckvorstufe der FOGRA habe ich eine gewisse Gestaltungsfreiheit. Das ist ein weiterer Grund, weshalb ich mich dort sehr wohl f\u00fchle. Ich arbeite nicht nur feste Programme ab, sondern kann eigene Schwerpunkte setzen und selbst entscheiden, wohin die Reise geht. Es ist meine Aufgabe, den praktischen Umgang mit Farbe im Druck sehr gut zu beherrschen, damit wir in Seminaren, Pr\u00fcfungen und Symposien den Spagat zur praktischen Nutzung treffen. Wir m\u00fcssen auf der einen Seite die Programme gut kennen, damit wir wissen, wie man es es gut umsetzt, und es auf der anderen Seite die Vorgehensweisen gut kommunizieren. Es ist meine Hauptaufgabe, die praktischen Herausforderungen im Bereich ColorManagement, Bildschirmmessung, Modellierung zu beherrschen und in einfachen Worten f\u00fcr die Zielgruppe aufzubereiten.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" id=\"cp-image\" class=\"alignright\" title=\"Das \u00fcbern\u00e4chste FOGRA Symposium\" src=\"http:\/\/www.dtpstudio.de\/emailings\/fogra-ops.jpg\" width=\"150px\" \/><\/p>\n<p><strong>Wohin geht die Reise?<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Bildqualit\u00e4t ist Farbe nach wie vor ein sehr wichtiger Aspekt. Farbe im 3D Druck wird ebenfalls ein wichtiges Thema. Bei Farbe und Appearance kommen zur Farbe selbst weitere Aspekte hinzu wie die Textur, der Glanz, die Oberfl\u00e4chenbeschaffenheit und der Blickwinkel.<\/p>\n<figure style=\"width: 222px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" id=\"cp-image\" title=\"Das Team der FOGRA\" src=\"http:\/\/www.dtpstudio.de\/emailings\/fograteam.jpg\" width=\"222\" height=\"167\" \/><figcaption class=\"wp-caption-text\">Die FOGRA<\/figcaption><\/figure>\n<p><strong>Woran arbeiten Sie momentan?<\/strong><\/p>\n<p>Aktuell arbeite ich am Thema Farbe von Z\u00e4hnen. Das ist nicht nur sehr spannend, sondern auch das dem\u00fctigste Thema, das ich bisher erlebt habe, denn dort hat man neben der Reflexion die Herausforderungen Opaleszenz, Transparenz, Transluzenz, Fluoreszenz. Es ist die K\u00f6nigsdisziplin, ich bin gespannt, wie sich das Projekt entwickeln wird.<\/p>\n<p>Das Thema Farbe ist immer spannend und herausfordernd, auch wenn ich mich &#8222;nur&#8220; auf den Bereich der Farbmetrik, Farberscheinung, Farbdifferenzen konzentriere.<\/p>\n<p><strong>Was fasziniert Sie am Thema?<\/strong><\/p>\n<p>Es ist die Interdisziplinarit\u00e4t. Wir haben so viele Zug\u00e4nge und so viele Ans\u00e4tze zur Farbe! Farbharmonie, Augenkunde, Farbphysiologie, Farbphysik,.. Man kann als Ingenieur, Physiker, Designer, als Biologe oder Psychologe mit Farbe arbeiten. Mich fasziniert immer wieder die Sch\u00f6nheit der Farbe, und der gleichzeitige technische Blick: wie kann ich die Farbe in der einen oder anderen Weise m\u00f6glichst exakt reproduzieren, wie metamer ist es?<\/p>\n<p><strong>Vielen Dank f\u00fcr dieses Interview, Herr Dr. Kraushaar.<\/strong><\/p>\n<hr \/>\n<p><small>Die Fragen stellte Holger Everding.<\/small><\/p>\n<h2 id=\"weitere-informationen\">Weitere Informationen<\/h2>\n<p>&#8230;finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.fogra.de\">http:\/\/www.fogra.de<\/a>.[:]\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"[:de] Colour People Interview \u201c&#8230;durch und durch auf Goethes Seite\u201d Eckhard Bendin arbeitete nach seinem Architekturstudium in Weimar&hellip;\n","protected":false},"author":3,"featured_media":0,"parent":1083,"menu_order":1,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"_oasis_is_in_workflow":0,"_oasis_original":0,"footnotes":""},"class_list":["post-4878","page","type-page","status-publish"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4878","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4878"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/4878\/revisions"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1083"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/freiefarbe.de\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4878"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}